Verein der Siemens-Jubilare Köln e.V.

 

 
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Römer- und Nibelungenstadt Xanten

 
Nach wochenlangem „miesen“ Wetter starteten die Kölner Jubilare am 4. Juni in die Römer- und            Nibelungenstadt  Xanten zu ihrem Jahresausflug - bei strahlenden Sonnenschein (wenn Engel reisen). Die Anzahl der Anmeldungen hatte unsere Buskapazität wieder einmal gesprengt und so reisten einige Jubilare mit dem eigenen PKW an; hierfür nochmals Vielen Dank.

Unser Treffpunkt in Xanten war der Eingang zum Archäologischen Park des LVR, am alten Hafentor. Von dort aus ging es in vier Führungen an der Ostseite der Colonia Ulpia Traiana, so der Name des römischen Xanten, vom Amphitheater vorbei an römischen Wohnhäusern und der römischen Herberge zum Hafentempel.

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Das Amphitheater wurde Mitte der 30’iger Jahre des letzten Jahrhunderts ausgegraben und ist inzwischen zu großen Teilen renoviert. Während dort früher Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen stattfanden dient es heute als Veranstaltungsort für Konzerte und sonstige Veranstaltungen. An Wohnhäusern, die teilrestauriert sind, so dass man den ursprünglichen Baustil und die Funktion der Gebäude erkennen kann ging es zur römischen Herberge. Dort ist das antike Badehaus in herausragender Weise rekonstruiert. Es ist heute die einzige Anlage weltweit, die originalgetreu wie in der Antike befeuert werden kann. Bei Ausgrabungen des Hafentempels fand man bei Ausgrabungen ab 1977  die 24 x 36 Meter große Fundamentplatte des Tempels. Über dieser Fundamentplatte wurde der Tempelbau in Teilen rekonstruiert, die Halle mit den Säulen dient gleichzeitig als Schutz für die Originalplatte.

Nach den Führungen erholten und stärkten wir uns in der Römischen Herberge. Es gab u.a. so „römische“ Gerichte wie „porculi ofellae ostienses“ oder „pullus numidicus cum pulte parrica“  (Spanferkel bzw. Nubisches Huhn).

So gestärkt ging es weiter zum 2008 eröffneten LVR-RömerMuseum in dem es über 2.500 Exponate ausgestellt sind. Die Ausstellung bildet einen faszinierenden Gang durch die römische Geschichte Xantens – vom Einmarsch der Legionen über die Entstehung der zivilen Großstadt bis zum Untergang in der Spätantike. Bereits vor dem Eingang des Museums kann man dort lagernde römische Großquader bestaunen. Im Eingangsbereich ist eine fast 30 Quadratmeter große römische Bodenschicht mit antiken Fußspuren, Abdrücken von Tierspuren und Karrenrädern begehbar unter Glas in den Boden eingelassen. Weiter geht es durch einen Bereich in dem der Einmarsch der römischen Legionen und die damaligen Umweltbedingungen dargestellt werden. Auch zahlreiche Rüstungen und Waffen sowie das besterhaltenste Geschütz der Antike kann man bewundern. Weiterhin wird das Leben in der Colonia veranschaulicht und die Bedeutung als Markt- und Handelszentrum am Rhein. Schließlich beleuchtet die Ausstellung den Niedergang der Stadt nach der Eroberung durch die Franken im 3. Jahrhundert und den folgenden Wiederaufbau, der durch schöne Funde aus der alten Stadt belegt wird.
 

Nach dem Museum ging es weiter in die Xantener Innenstadt mit dem mächtigen Dom St. Viktor, dessen Grundsteinlegung vor 750 Jahren erfolgte. Als bedeutendes Heiligtum des Domschatzes enthält der Hochaltar den edelsteinbesetzten Schrein mit den Gebeinen des heiligen Viktor. Der Dom enthält über zwanzig weitere Altäre, die meist aus Holz geschnitzt sind.

Die gut erhaltene Stiftsbibliothek über dem Kreuzgang im Innenhof des Domes umfasst über 20.000 alte Werke und gilt als die bedeutendste Bibliothek am Niederrhein.

Wegen des schönen Wetters, bevorzugten fast alle nach dem kulturellen Teil eine Einkehr in der Außengastronomie der zahlreichen Cafes um den Markt und ließen es sich bei Kaffee, Eis oder Bier in der Sonne gut gehen.

Die Rückfahrt verlief problemlos, so dass wir gegen 19 Uhr pünktlich wieder in Köln waren

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www.siemens-jubilare-koeln.de
16.6.04